Es ist wieder soweit, am Wegesrand und in den Gärten blüht der gelbe Löwenzahn. Ein Graus für viele Gärtner, denn er macht sich in den Beeten und auf dem Rasen breit und vermehrt sich mit seinen Pusteblumen-Samen rasend schnell. Wir wollen euch aber ins #TeamLöwenzahn holen, denn die gelbe Blüte ist so viel mehr als ein Unkraut!

Löwenzahn – vielfältig und so gesund

Mit viel Vitamin C und dem Bitterstoff Taraxacin wirkt der Genuss von Löwenzahn entwässernd, ist gut für Leber, Galle und Niere und sorgt für einen aktiven Darm. Also viele Gründe, die Blätter und Blüten mal in die Rezepte zu integrieren, z.B. in Salat oder Tee.

Beim Kauf aber darauf achten, dass die Abbruchstellen noch nicht trocken und dunkel sind. Denn dann liegen die Blätter schon zu lange. Am besten ist es, wenn noch der milchige Saft austritt, dann ist der Löwenzahn ganz frisch. Am Tollsten natürlich, wenn man ihn selbst ernten kann, im eigenen Garten z.B. oder auf geschützten Wiesen, die nicht als Hundeklo genutzt werden.

Rezepte mit Löwenzahn

  • Für einen Löwenzahntee gießt du getrocknete Blätter (und wer mag auch die Wurzel) mit heißem Wasser auf. Das Verhältnis ist 1 EL für eine Tasse Tee. Gemeinsam aufkochen, dann noch ca. 10 Minuten ziehen lassen. Schmeckt bitter, aber genau diese Bitterstoffe sind so gesund.
  • Für frisches Löwenzahnöl brauchst du die getrockneten Blüten. Praktisch, wenn du mit den Blättern schon den Tee gemacht hast. Von den gelben getrockneten Blüten legst du 2-3 Hände voll in Öl ein. Wir empfehlen Bio-Öl, da die Zusatzstoffe für die Haut so rein und so natürlich wie möglich sein sollten. Mandel- oder Olivenöl eignen sich besonders gut. Nach ca. 4 Wochen ist das Öl fertig. Für die genauen Mengen und die Details beim Vorgehen empfehlen wir das Rezept, das wir auf der Webseite der Herbathek gefunden haben.
  • Das selbst gemachte Löwenzahnöl kannst du als Basis für Creme nutzen. Du musst nur noch Bienenwachs zufügen. Auch hier haben wir für die genaue Vorgehensweise ein Rezept für euch gesucht und auf der Seite von Kostbare Natur gefunden.
  • Die Blüten eignen sich auch für Gelee, Honig und auch ein Pesto lässt sich aus Löwenzahn ganz wunderbar zaubern.
  • Die weiße Milch ist übrigens nicht giftig. Im Gegenteil – sie soll sogar gut gegen Warzen sein.

Dekoideen mit Löwenzahn

  • Die gelben Blüten machen sich schön in den ersten selbst gepflückten Blumensträußen – und nein, die milchige Flüssigkeit, die aus den Stängeln austritt, ist nicht giftig!
  • Die Pusteblumen eignen sich prima für die Verpackung eines Geldgeschenks. Dafür packst du einige Pusteblumen in ein Glas und das Geld darunter. Ein Schildchen mit „Wunscherfüller“ dran – fertig!

Peter Lustig’s Löwenzahn Sendung

Irgendwie wäre ein Post über den Löwenzahn nicht komplett, wenn wir nicht auch kurz über Peter Lustig und seine beliebte Kindersendung „Löwenzahn“ sprechen würden. Hände hoch, wer die Erkennungsmelodie immer noch im Ohr hat? Und an Peter Lustig erinnern wir uns auch noch, oder? Der Mann in der blauen Latzhose und der Nickelbrille, der uns so herrlich die Welt erklärte. Er hat die Sendung über 25 Jahre lang moderiert.  Er starb 2016 im Alter von 78 Jahren. Die Folgen kann man übrigens bei YouTube anschauen. Teilweise echt schlechte Qualität, passt aber irgendwie zum Nostalgie-Gefühl.

Wie ist das mit dir? Bist du #TeamLöwenzahn oder ist die gelbe Blüte für dich ein lästiges Unkraut?

Kennst du noch weitere Rezeptideen für den Löwenzahn? Dann freuen wir uns über einen Kommentar unter diesem Post